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Wir können warten oder Der Roman Ullstein

Ausstattung: Hardcover

Seitenzahl: 384

Format: 205 mm x 125 mm

ISBN: 978-3-945256-02-2

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Berlin in den späten Zwanzigerjahren. Im Pressekonzern Kronstein teilen sich sechs Brüder die Verlagsleitung. Mit Argwohn beobachten seine Brüder, wie Friedrich, der politische Kopf des Verlages, seinen Machtbereich auszudehnen versucht. Zudem trifft Friedrich Vorbereitungen, die junge und ambitionierte Journalistin Dr. Evelyn Goldscheider zu heiraten. Chefredakteur Klotz fürchtet, dass er ausgebootet werden soll und setzt das Gerücht in die Welt, Evelyn Goldscheider habe in Paris als Doppelagentin spioniert und einen lasterhaften Lebensstil gepflegt. Die Brüder versuchen mit Klotz’ Hilfe, Friedrich aus dem Verlag zu drängen. Es kommt zum Bruderkrieg. Dabei geht es um die Begleichung offener Rechnungen und widerstreitende Pläne, wie das Haus Kronstein durch die wirtschaftliche und politische Krise gesteuert werden kann. Statt gegen Rechtsradikalismus und konservative Demokratiefeindschaft Stellung zu beziehen, lavieren die Kronsteins und suchen sich dem „Volksgeschmack“ anzupassen, um Leser und Inserenten zu halten – allein dies hilft ihnen letzten Endes nicht. Wir können warten ist ein spannendes Zeitdokument, das die Situation der Presse von den Krisenjahren der Weimarer Republik bis in die Zeit nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten reflektiert. Der Roman zeigt den Konflikt von Gewinn und Gewissen, aber auch Illusionen und Hoffnungen, die 1933 zerstört wurden.

Pressestimmen

Chris Reinewald: "Wir können warten. Duits uitgevershuis tussen meeheulers, haatdragers en wegkijkers", in: De Leesclub van Alles, 15. Juni 2018
Andreas H. Apelt: "Schlüsselroman über den Niedergang des Hauses Ullstein", in: Gegen das Vergessen - Für Demokratie, Nr. 88, März 2016
Jörg Sundermeier: "Der Untergang des Verlagshauses Kronstein in Berlin", in: taz, 21. Mai 2015
Walter Delabar: "Roman Ullstein", in: Juni-Magazin für Literatur und Kultur, Heft 49/50
Wolfgang Brauer: "Stefan Großmann: Wir können warten oder Der Roman Ullstein", in: Das Blättchen, 2. Februar 2015
Hermann Schlösser: "Literarische Stadtforschung", in: Wiener Zeitung, 10./11. Januar 2015
Hermann Schlösser: "Stefan Großmann: Wir können warten oder Der Roman Ullstein", in: Buchmagazin Literaturhaus Wien, 8. Januar 2015
Michael Pilz: ""Die Fackel" als Revolverblatt, oder: Der Roman Schollwitz", in: literaturkritik.at, 3. Januar 2015
Andreas Conrad: "Bruderkrieg. Jahrzehnte nach dem Tod des Autors - Historischer Ullsteinroman erstmals erschienen", in: Tagesspiegel, 5. November 2014
Michael Bienert: "Ein Roman aus dem Zeitungsviertel: Stefan Großmanns Wir können warten", in: Die Zwanziger Jahre in Berlin, 5. September 2014.